Positionen

Hier finden Sie alle Themen der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e. V.

Aktuelle Konjunktur in der sächsischen Wirtschaft

Die sächsische Wirtschaft hat sich in den zurückliegenden Monaten insgesamt positiv entwickelt. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Wirtschaftszweigen. Dies spiegelte sich auch in einer differenzierten Beschäftigungs­entwicklung wider, wobei vor allem private und öffentliche Dienstleistungsbereiche Zuwächse verzeichneten, während Industrie und Bau nur auf Vorjahresniveau lagen sowie Landwirtschaft, Finanzdienstleistungen und Zeitarbeit sogar Rückgänge verbuchten. 

Die differenzierte aber im Mittel positive Entwicklung dürfte sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen, wobei das außenwirtschaftliche Umfeld allerdings schwierig bleibt. Hierzu tragen zum einen politische Unsicherheiten, zum anderen aber auch die wirtschaftliche Schwäche in wichtigen Schwellenländern bei.

Lage und Konjunktur der sächsischen Wirtschaft | April 2017

Alle Themen

Fakten statt Zerrbilder - Die Realität auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt in Deutschland befindet sich dank richtiger Reformen im Zuge der Agenda 2010 seit Jahren auf Erfolgskurs und so ist die Zahl der Arbeitslosen in Arbeitsagenturen und Jobcentern immer weiter gesunken. In nicht einmal einer Dekade wurde auf dem Arbeitsmarkt der Turnaround geschafft. Wesentlich mitverantwortlich hierfür sind die Stärke und Innovationskraft der deutschen Wirtschaft, eine funktionierende Sozialpartnerschaft sowie die in den vergangenen Jahren erhöhte Flexibilität des Arbeitsmarkts.

Flexible Beschäftigungsformen werden zu Unrecht als „atypisch“ oder gar „prekär“ diffamiert, denn sie sind zu einem nicht unerheblichen Teil von den Beschäftigten erwünscht und erhöhen ihre Teilhabemöglichkeiten am Arbeitsmarkt.

Fakten statt Zerrbilder - Die Realität auf dem deutschen Arbeitsmarkt


Bedeutung Russlands für die sächsische Wirtschaft

  • Für eine weitere erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung ist Sachsen auf eine Fortsetzung des exportgetriebenen Wachstums von Industrie und industrienahen Dienstleistungen angewiesen.
  • Die Spirale aus Sanktionen und Rubel-Abwertung hat Sachsens Wirtschaft erkennbar geschadet: seit 2013 halbierten sich die Exporte nach Russland, wobei vor allem die industriellen Kernbranchen Sachsens vom Rückgang betroffen sind.
  • Damit droht ein wichtiger Wachstumsmarkt nachhaltig verloren zu gehen: Wettbewerber schließen die Lücke und Russland erhöht parallel den Druck zu lokalisieren.
  • Gleichzeitig ist zu konstatieren, dass die Sanktionen nicht zur Entschärfung des Konflikts beigetrugen - es braucht daher eine Rückkehr zu geordneten Verhältnissen und einen fairer Umgang miteinander, denn Russland ist ein wichtiger Partner der Weltgemeinschaft

Initiative "Chancen-Euro" der deutschen Arbeitgeber

Wissen und Qualifikation sind die Grundlage unseres Wohlstands, gut ausgebildete Fachkräfte der Motor unserer Wirtschaft. Hierzulande bleiben aber zu viele Talente unentdeckt. Die Arbeitgeber sind überzeugt: Leistung fängt mit Chancen an und haben deshalb die Initiative "Chancen-Euro" gestartet.

Mit einem Euro pro Mitarbeiter pro Jahr schaffen die Unternehmen Bildungschancen und ermöglichen jungen Talenten eine gezielte Förderung durch die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). Damit übernehmen sie in einer gemeinsamen Initiative gesellschaftliche Verantwortung und setzen sich für Nachwuchskräfte ein. Dazu brauchen wir auch Ihr Unternehmen.

Machen Sie mit! Lassen Sie uns gemeinsam Chancen stiften!


Handlungsempfehlungen des BDI zur 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestags

Im Jahr der Bundestagswahl sieht sich die Bundesrepublik Deutschland konfrontiert mit Ungewissheiten in der transatlantischen Partnerschaft, mit Migrationsbewegungen aus verschiedenen Teilen der Welt sowie mit anhaltenden Differenzen innerhalb der Europäischen Union. Vor diesem Hintergrund will der BDI der Bundespolitik Handlungsempfehlungen mit auf den Weg geben und damit zum Gelingen der im Herbst 2017 anstehenden Neujustierung der politischen Agenda beitragen.

Die Digitalisierung der Wirtschaft, Globalisierung und Welthandel oder Energie- und Klimapolitik sind nur einige der Themen, die aus Sicht der deutschen Industrie analysiert werden. Der BDI bietet insgesamt 173 Handlungsempfehlungen zu industrierelevanten Politikfeldern an.

Handlungsempfehlungen der Deutschen Industrie - Für eine starke Industrie, die auch morgen Zukunft gestaltet


Digitalisierung in Sachsen zum Erfolg führen

Der digitale Wandel ist aktuell der größte Innovationstreiber in der globalisierten Welt. Die VSW begrüßt vor diesem Hintergrund, dass der Freistaat mit der Digitalisierungsstrategie „Sachsen Digital“ diese Entwicklung aktiv gestalten und voranbringen will.

Aus Sicht der VSW gilt es hierbei insbesondere folgende Themen intensiv zu verfolgen bzw. noch stärker in den Fokus zu rücken:

  1. Weitere Forcierung des Breitbandausbaus über Förderinstrumente und die Unterstützung der Kommunen im Ausbau
  2. Verankerung des Technologietransfers in den Mittelstand als wesentliche Zielstellung des geplanten Ausbaus im öffentlichen Forschungsbereich
  3. Technologie- und branchenoffene Unterstützung von Industrie 4.0-Entwicklungen
  4. Rechtliche Rahmenbedingungen für individuelle arbeitsorganisatorische Lösungen verbessern
  5. Bildungslandschaft im Freistaat stärker auf die sich ändernden Anforderungen einstellen
  6. Vertrauen in digitale Lösungen stärken und Mittelstand bei IT-Sicherheit direkt unterstützen
  7. Digitale Technologien in der öffentlichen Verwaltung nutzen.

VSW-Stellungnahme zur Digitalisierungsstrategie


VSW-Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan 2030

In Sachsen besteht nach wie vor erheblicher Handlungsbedarf, um infrastrukturelle Defizite zu beheben. Vor diesem Hintergrund bleibt der Referentenentwurf zum Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 deutlich hinter den Erwartungen zurück. So ergibt sich bei der bundesweiten Verteilung insbesondere von Projekten des vordringlichen Bedarfs eine vergleichsweise geringe Berücksichtigung sowohl von Vorhaben in Sachsen als auch von Vorhaben, die eine Verbesserung der sächsischen Anbindungssituation zum Ziel haben.

Vor allem in der Region Südwestsachsen besteht besonderer Handlungsbedarf, um die Anbindung zu verbessern. Würde der Entwurf des BVWP so umgesetzt, bleibt der südwestsächsische Wirtschaftsraum weiter vom Schienenfernverkehr abgekoppelt. Für einen Ballungs- und Wirtschaftsraum dieser Größe ist das absolut inakzeptabel.

VSW-Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan 2030