Fortführung der Technologieprojektförderung gerade jetzt notwendig

[06.02.20] „Die systemrelevante sächsische Automobil- und Zulieferindustrie steht gleichzeitig vor mehreren Herausforderungen. Die Politik greift mit massiver Regulierung ein, was den Strukturwandel hin zu neuen Antriebstechnologien und Verkehrskonzepten beschleunigt und gleichzeitig zu einer globalen Nachfrageschwäche bei steigender Kostenbelastung führt. Das hat die Produktionsentwicklung in der deutschen Automobilindustrie regelrecht einbrechen lassen, wovon wiederum besonders die Zulieferbereiche betroffen sind. Sachsen treffen diese Entwicklungen überproportional.

Angesichts dieser schwierigen Situation für die Branche ist es nicht nachvollziehbar, dass Sachsen seine Technologie­projektförderung für Unternehmen aus vermeintlicher Mittelknappheit zum Jahresende 2019 gestoppt und kurze Zeit später ein 220 Mio. EUR schweres Sofortprogramm auf den Weg gebracht hat, ohne dass darin nennenswerte wirtschaftsfördernde Maßnahmen ergriffen wurden. Aus Sicht der sächsischen Wirtschaft werden so die falschen Prioritäten gesetzt, immerhin hängen über 100.000 Industriearbeitsplätze an der Autoproduktion“, erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner Anlässlich des heutigen Industriedialogs Neue Mobilität Sachsen in Dresden.

imreg-Standpunkt „Politik erzwingt Disruption in einem systemrelevanten Industriezweig – Herausforderungen für Standort steigen“

SCHAU REIN! - Woche der offenen Unternehmen 2020

[05.02.20] Vom 9. bis 14. März findet wieder Sachsens größte Berufsorientierungsinitiative „SCHAU REIN! – Woche der offenen Unternehmen“ statt. Viele Schulen nutzen diese Woche gezielt, um sich vor Ort in den Firmen über Ausbildungsmöglichkeiten, Berufe und Arbeitsabläufe zu informieren. Aufgrund der großen Nachfrage war die Resonanz bei den Unternehmen in den vergangenen Jahren insgesamt positiv.

Nutzen auch Sie die Gelegenheit, den Fachkräften von morgen einen Einblick in Ihr Unternehmen zu geben und im direkten Kontakt Schüler für eine Ausbildung in Ihrem Betrieb zu begeistern oder für ein Praktikum zu gewinnen. Für die "SCHAU REIN!" können Sie sich unter folgendem Link kostenfrei registrieren.

Stillstand bei Beschäftigungsaufbau in Sachsens größtem Industriezweig

[30.01.20] „Auch wenn sich der sächsische Arbeitsmarkt im Jahresvergleich weiterhin positiv zeigt, sehen wir die schwierige Entwicklung der M+E-Industrie, die Schlüsselbranche und gleichzeitig größter Industriezweig im Freistaat ist, mit großer Sorge. Denn die über 1.700 Betriebe spüren die weltweit schwächere Nachfrage bereits deutlich. Trotz der zunehmenden Schwierigkeiten sind die Stammbelegschaften mit 190.000 Mitarbeitern erfreulicherweise noch stabil, da die Unternehmen alles tun, um ihre Fachkräfte an Bord zu halten.

Allerdings kann erstmals seit 2009 kein Beschäftigungsaufbau mehr verzeichnet werden. Zudem plant fast jedes vierte deutsche M+E-Unternehmen in den kommenden Monaten mit Kurzarbeit. Vor diesem Hintergrund ist die gestern im Koalitionsausschuss der Großen Koalition in Berlin beschlossene Erleichterung des Einsatzes von Kurzarbeit ein wichtiger erster Schritt", erklärte die VSW anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen.

Die vollständige Pressemitteilung lesen Sie hier.

Wohlstand nur mit mehr Leistung zu halten

[15.01.20] In seiner gestrigen Neujahrsrede erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner: „Sachsen steht vor mehreren großen Herausforderungen gleichzeitig: Die Konjunktur ist deutlich rückläufig und unser wichtigster Industriezweig, die Metall- und Elektroindustrie, steckt in der Rezession. Diese Entwicklung wird nicht ohne Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft, Steuereinnahmen und Arbeitsplätze bleiben. Gleichzeitig muss die systemrelevante Automobil- und Zulieferindustrie einen tiefgreifenden Strukturwandel meistern. Diese Branche hat in Sachsen über 800 Unternehmen mit ca. 105.000 Mitarbeitern und damit zehnmal mehr als in der Kohlewirtschaft. Hinzu kommen demografische Problemen aus Überalterung und Abwanderung in den neunziger Jahren. Der Solidarpakt II ist vor wenigen Tagen ausgelaufen. Es geht zukünftig noch mehr darum, eigenes - und für die vielen Projekte des Koalitionsvertrages - notwendiges zusätzliches Steueraufkommen zu generieren.

Wir müssen in Deutschland nach vielen guten Jahren jetzt wieder verstärkt unsere Hausaufgaben machen, um einfach mithalten zu können. Klar ist, dass es mehr Finanzmittel für die Sicherung unseres Wohlstands nur mit mehr und nicht mit weniger Leistung geben wird. Wirtschaft ist dabei nur ein Teil der Gesellschaft, aber sie ist ein wichtiger. Ohne wirtschaftlichen Erfolg bleiben die vielen großen und kleinen Projekte unerfüllbar. Denn nach wie vor sind es die Kunden unserer Unternehmen, die Arbeitsplätze und Einkommen schaffen und nicht die Politik. Rahmenbedingungen können dabei helfen oder aber uns behindern.“

Die vollständige Pressemitteilung lesen Sie hier.

Konjunktur: Rezession in der Industrie - gute Konjunktur bei Bau und Dienstleistungsbranchen

[02.01.20] Die sächsische Wirtschaft wird 2019 voraussichtlich stagnieren. Bereits im 1. Halbjahr gelang nur ein "Nullwachstum". Im 2. Halbjahr setzte sich der Abschwung fort. Dabei ist die Situation zwischen den verschiedenen Branchen sehr unterschiedlich: Vor allem die Metall- und Elektroindustrie als wichtigster Industriezweig im Freistaat steckt bereits seit einigen Monaten in der Rezession. Das lässt – erstmals seit 2009 – den Arbeitsplatzaufbau stocken. Diese Entwicklung wird nicht ohne Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft, Steuereinnahmen und Arbeitsplätze bleiben. Obwohl derzeit die gute Konjunktur von Bau und Dienstleistungsbranchen noch die sächsische Wirtschaft stützt.

Konjunkturreport für die sächsische Wirtschaft

MINT-Lücke trotz konjunktureller Abkühlung weiter auf hohem Niveau

[21.11.19] Qualifizierte Mitarbeiter in MINT-Berufen werden in Deutschland dringend gesucht. 263.000 Arbeitskräfte fehlten im Oktober den Unternehmen. Aufgrund der Digitalisierung wird vor allem die Nachfrage im IT-Bereich immer größer - trotz konjunktureller Abschwächung.

Für Innovationskraft, Wachstum und Wohlstand ist es wichtig, dass die MINT-Erwerbstätigkeit zunimmt. Folgende Maßnahmen können dies - neben der Anwerbung ausländischer Fachkräfte - unterstützen:

  • weitere Verbesserung der Berufs- und Studienorientierung
  • Stärkung der digitalen Bildung
  • Erhöhung des Anteils von Frauen in MINT-Berufen

MINT-Herbstreport 2019

Unternehmensteuern modernisieren - Wirtschaftsstandort Deutschland stärken

Durch Steuerreformen in den USA und in vielen europäischen Ländern steht Deutschland in Bezug auf die steuerlichen Rahmenbedingungen unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Zudem hat sich die Konjunktur in Deutschland merklich abgekühlt und der langjährige Aufschwung ist zu Ende. Die deutschen Unternehmen sind nicht nur mit den instabilen internationalen Rahmenbedingungen, sondern auch mit branchenspezifischen Transformationsprozessen konfrontiert. Die Bundesregierung muss handeln und bei den Unternehmensteuern endlich nachbessern, um die deutsche Wirtschaft nachhaltig zu stärken und um damit Beschäftigung und Steuereinnahmen auch in der Zukunft zu sichern.

Appell der deutschen gewerblichen Wirtschaft

Arbeit made in Germany - Wie Arbeitgeber gute Arbeit gestalten

Die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsqualität in Deutschland sind deutlich besser, als es so manche politische Diskussion vermuten lässt. „Made in Germany“ steht daher nicht nur für exzellente Produkte, sondern auch für eine exzellente Arbeitsqualität. Unsere Soziale Marktwirtschaft funktioniert. Damit das so bleibt, realisieren deutsche Betriebe so einiges, damit Arbeit gut gestaltet ist und unternehmerische Wünsche mit den Bedürfnissen der Beschäftigten zusammengehen. Dass dieser Ansatz gelingt, zeigen die hohen Werte bei der Jobzufriedenheit unserer Beschäftigten. Wie das den Betrieben jeden Tag gelingt, zeigt der Bericht der BDA zur aktuellen Arbeitsqualität in Deutschland.

BDA: Arbeit made in Germany - Wie Arbeitgeber gute Arbeit gestalten