VSW-Neujahrsempfang 2018

Zum traditionellen Neujahrsempfang konnte die VSW am 09.01.2018 knapp 400 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung im Tagungszentrum der Sächsischen Wirtschaft in Radebeul begrüßen.

"Wir alle wollen, dass Sachsen seine positive Entwicklung fortsetzt. Denn uns eint das Bemühen, das Beste für unseren Freistaat und seine Menschen zu erreichen. Richtschnur allen Handelns muss sein, unseren Wohlstand und gesellschaftliche Perspektiven zu bewahren und den Bürgern eine sichere und lebenswerte Heimat zu geben", sagte Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner in seiner Rede.

"Aus unserer Sicht ist es dabei der richtige Ansatz des Ministerpräsidenten, nicht nur zu fragen, wie wir leben wollen, sondern auch wovon. Ministerpräsident Kretschmer hat völlig Recht, wenn er in den aktuellen Sondierungsgesprächen davor warnt, sich weiterhin nur auf das Verteilen zu konzentrieren und über neue Belastungen für die Unternehmen zu reden, statt darüber, wie wir in guten Zeiten unseren Wohlstand auch für die Zukunft stabil sichern. Wir begrüßen diese klaren Worte ausdrücklich. Wir brauchen in der politischen Diskussion wieder deutlich mehr Realismus statt übertriebenen Idealismus, der oftmals die betrieblichen Realitäten verkennt", erklärte Brückner.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Ministerpräsident Michael Kretschmer würdigte in seiner Rede Ideenreichtum und Engagement der sächsischen Unternehmen und warnte vor einem überregulierten Staat und bürokratischer Gängelung.

Er rief zugleich dazu auf, die Wachstumskräfte in Sachsen und in Deutschland noch besser zu entfalten – mit einer klugen Förderpolitik, weniger Bürokratie und schnelleren Entscheidungen. "Setzen wir zu einem Innovationssprung an – mit klugen Köpfen und neuen Ideen." Innovationspotenzial und große Chancen gebe es unter anderem bei Elektromobilität und intelligenten Verkehrssystemen. "Hier liegt für das Autoland Sachsen mit seinen vielen Zulieferern eine große Chance."

Mit Blick auf den künftigen Fachkräftebedarf kündigte der Regierungschef an,  dass Sachsen zum einen weiter kräftig in Bildung investieren wolle. Die Oberschulen bezeichnete er in dem Zusammenhang als wichtige Talentschmieden. Diese sollen ebenso wie die Berufsorientierung und die berufliche Bildung gestärkt werden. Zugleich gehe es darum, verstärkt auch um Rückkehrer zu werben.

Die Staatsregierung werde mit Nachdruck auch für Verbesserungen bei der Bahnanbindung insbesondere von Chemnitz und der Lausitz kämpfen. Als weitere wichtige Punkte nannte der Regierungschef bezahlbare Energie und eine leistungsfähige digitale Infrastruktur.

Die Gäste nutzten die lockere Atmosphäre, um angeregte Gespräche zu führen und neue Kontakte zu knüpfen.

(Fotos: Kathleen Pfennig)