Positionen

Hier finden Sie alle Themen der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e. V.

imreg-Standpunkt: Export als Wachstumsmotor

Der Freistaat ist ein großer Gewinner der Globalisierung, wie die wachsenden Exporterfolge sächsischer Unternehmen zeigen. In mittlerweile 203 Länder werden Produkte „made in Saxony“ exportiert. Das ist gleichzeitig ein überzeugendes Zeichen von Weltoffenheit in der gelebten betrieblichen Praxis, denn nur wenn die Unternehmen und ihre Mitarbeiter mit den weltweiten Geschäftspartnern respektvoll und tolerant zusammenarbeiten, entstehen erfolgreiche und belastbare Geschäftsbeziehungen.

Vor diesem Hintergrund sieht die sächsische Wirtschaft es mit Sorge, dass sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtert haben und eine Reihe von geopolitischen Anspannungen für weitere ökonomische Unsicherheit sorgt. Eine Eskalation muss zwingend verhindert werden. Schließlich hängt in Sachsen jeder fünfte Job am Export, in der Industrie sogar jeder zweite.

Export als Wachstumsmotor der sächsischen Wirtschaft – Risiken am Horizont

Alle Themen

imreg-Standpunkt: Flexibilität schafft Arbeitsplätze

Die Möglichkeit der Teilzeit und der Befristung von Arbeitsverhältnissen gibt Unternehmen Flexibilität bei unsicherer Auftragslage und ist Jobmotor für Berufseinsteiger und Langzeitarbeitslose. Wer diese Instrumente einschränkt, der gefährdet Wachstum und Arbeitsplätze.

imreg-Standpunkt: Flexibilität schafft Arbeitsplätze – zu politischen Forderungen nach Einschränkungen von Befristungen und Teilzeit


Globale Wettbewerbsfähigkeit stärken - Innovationskraft verbreitern

VSW zur öffentlichen Konsultation zu EU-Fonds im Bereich Kohäsion

Um die bisherigen positiven Entwicklungsergebnisse Sachsens nicht zu gefährden, plädiert die VSW für eine angemessene Finanzausstattung für bisherige Übergangs- und stärker entwickelte Regionen in der kommenden Förderperiode, die eine gezielte Verbesserung der regionalen Rahmenbedingungen sowie der Anpassungsfähigkeit an globale und technologische Trends zulässt und das Fördergefälle zu Nachbarregionen begrenzt.

Hierfür bedarf es einer thematischen Konzentration der Strukturfonds auf die Bereiche:

1. Aus- und Weiterbildung (insbesondere Fachkräftequalifizierung, Berufsausbildung, Schulbildung),

2. Infrastruktur und Mobilität (insbesondere leistungsfähige Breitbandnetze, schnelle Schienen- und Straßenverkehrsanbindungen, Anpassungen an sich ändernde Mobilitätskonzepte),

3. Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit (insbesondere technologieoffene Unterstützung von betrieblicher Forschung und Entwicklung sowie Wachstumsmaßnahmen) sowie

4. Investitionen in die Digitalisierung als generelles Querschnittsthema.

VSW-Stellungnahme zur öffentlichen Konsultation zu EU-Fonds im Bereich Kohäsion


Aktuelle Lage und Konjunktur der sächsischen Wirtschaft

Die gute Konjunktur darf nicht über strukturelle Aufgaben hinwegtäuschen – Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft müssen durch gute Rahmenbedingungen weiter gestärkt werden.

Dank einer erfolgreichen Reindustrialisierung, stabiler Weltkonjunktur und konjunkturellen Sondereffekten entwickelt sich die sächsische Wirtschaft positiv. Trotzdem ist festzustellen, dass es einen konstanten Rückstand bei wichtigen Wohlstandsindikatoren zum Bundesniveau gibt.

Gleichzeitig wachsen die Herausforderungen: Immer kürzere Innovationszyklen bei steigendem globalen Standortwettbewerb stehen einem abnehmenden Fachkräftepotential und einer rückläufigen Investitionsneigung in Sachsen gegenüber.

Lage und Konjunktur der sächsischen Wirtschaft | März 2018


Auswirkungen des Mindestlohns auf die sächsische Wirtschaft

Die VSW lehnt den flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn weiterhin grundsätzlich als Eingriff in den Preisbildung auf dem Arbeitsmarkt und die vom Grundgesetz garantierte Tarifautonomie ab. Höhere Einkommen und Löhne – so wünschenswert diese für die Menschen und Arbeitnehmer im Land sind – müssen erwirtschaftet werden und können nicht gesetzlich verordnet werden. Die politische Kehrtwende in diesem Thema hat – gerade im Mittelstand – zu einem spürbaren Vertrauensverlust in die politischen Rahmenbedingungen geführt, zumal die Bürokratielasten für Unternehmen deutlich zunahmen.

Um die negativen Auswirkungen des Mindestlohns zu begrenzen, fordert die VSW u.a.:

  • Kein Hinausgehen über das gesetzliche Orientierungsniveau bei anstehender Erhöhung
  • Überarbeitung und praxisgerechte Reduzierung der Haftung des Subunternehmers
  • Dringende Reduzierung der Aufzeichnungspflichten

VSW-Stellungnahme: Auswirkungen des Mindestlohns auf die sächsische Wirtschaft


imreg-Standpunkt: Sachsens Lehrerentgelte bereits überdurchschnittlich

Sachsen braucht dringend eine sachliche und ideologiefreie Diskussion über die Zukunft unserer Bildungspolitik. Wir kämpfen heute in Sachsen – wie in allen ostdeutschen Bundesländern – mit einer ungünstigen Altersstruktur der Lehrer. Der gleichzeitig sprunghaft steigende Lehrerbedarf in den westdeutschen Bundesländern und Stadtstaaten erschwert es zudem, auf die erfreulicherweise auch in Sachsen steigenden Kinderzahlen zu reagieren und die Personalstrukturen darauf anzupassen. Die aktuell vor allem in Richtung Lehrerentgelte geführte Diskussion greift angesichts der bestehenden Rahmenbedingungen aber zu kurz, wie auch ein aktueller Standpunkt des imreg - Institut für Mittelstands- und Regionalentwicklung GmbH zeigt. Danach sind Sachsens Lehrerverdienste bereits überdurchschnittlich – dies gilt sowohl im regionalen als auch im bundesweiten Vergleich.

Faktenblatt zur aktuellen Lehrerdiskussion in Sachsen


VSW-Forderungen für die Koalitionsverhandlungen

Aus Sicht der sächsischen Wirtschaft ist entscheidend, dass sich die neue Bundesregierung wieder auf die Kernaufgaben staatlichen Handelns, sei es bei der Infrastruktur, der Daseinsvorsorge oder der Ausgestaltung der Sozialversicherungen und der Steuerpolitik, konzentriert. Denn hier gibt es nach wie vor große Defizite und Handlungsbedarf.

Folgende Punkte sind aus unserer Sicht dabei entscheidend:

  • Infrastrukturelle Rahmenbedingungen für die Digitalisierung schaffen
  • Zukunftsfähige Rahmenbedingungen für Güterverkehr und Logistik entwickeln
  • Schienenfernverbindung Chemnitz-Leipzig in vordringlichen Bedarf einstufen
  • Europäische Umwelt- und Stoffpolitik mit Augenmaß und Energiepolitik ideologiefrei betreiben
  • Wettbewerbsfähiges Arbeitsrecht sichern und Bürokratie im Mindestlohn reduzieren
  • Sozialversicherungsbeiträge deckeln und Solidaritätszuschlag umgehend abschaffen
  • Innovativen Mittelstand steuerlich entlasten
  • Zukunftsorientierte Regionalförderung sichern.

VSW-Forderungen für die Koalitionsverhandlungen