PRESSEMITTEILUNG

Aktueller Arbeitsmarkt zeigt die tiefe Wirtschaftskrise – auch in Sachsen

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner:

„Die aktuellen Zahlen der Arbeitsagenturen bestätigen – wie leider erwartet - die schwierige Lage der sächsischen Wirtschaft. Der leichte Rückgang zum Vormonat ist schön, weil jeder neu zu besetzende Arbeitsplatz eine gute Nachricht ist, aber die Dramatik wird an zwei anderen Zahlen deutlich:

19,5 Prozent mehr Arbeitslose als im Juni 2019 und zudem die anhaltende und weiter steigende Zahl der Firmen, die von Kurzarbeit betroffen sind. So lange sich der Auftragseingang – aus dem Inland und auch aus dem Ausland – nicht zweistellig verbessert, müssen wir mit diesen Arbeitsmarktzahlen klar kommen.

Die Konjunkturprogramme sind gut gemeint, aber sie können den Auftragseingang nicht ersetzen. Allein unsere Kunden in nah und fern entscheiden, wann es wieder vorwärts geht und wieviel Sachsen dafür als Mitarbeiter gebraucht werden. Die Normalisierung des Wirtschaftskreislaufes ist dafür entscheidend, da kann auch die Politik helfen, indem sie national weitere Belastungen von der Wirtschaft fern hält und international dazu beiträgt, dass der Handel wieder in Gang kommt.

Die hohe Zahl an Kurzarbeitern zeigt, dass die allermeisten Firmen ihre Mitarbeiter halten und Entlassungen vermeiden wollen. Das kann nicht hoch genug bewertet werden.“