PRESSEMITTEILUNG

Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner zur Tarifbindung in Sachsen

Zur Tarifbindung in Sachsen erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner:

Der Faktencheck zuerst: ausweislich der amtlichen Statistik werden die niedrigsten Löhne im seit vielen Jahren SPD-regierten Mecklenburg-Vorpommern gezahlt.

Und auch beim Thema Tarife empfiehlt es sich, die Fakten zu prüfen: das Grundgesetz garantiert die Tarifautonomie, also die Freiheit von Unternehmen und Arbeitnehmern, die Arbeitsbeziehungen staatsfern miteinander regeln zu dürfen. Aber keiner muss es und auch diese Entscheidung ist grundgesetzlich geschützt. Offensichtlich wählen auch die allermeisten Arbeitnehmer diesen Weg, denn die Mitgliederzahl des DGB ist seit 1991 von knapp 12 Millionen Mitgliedern auf jetzt 6 Millionen gesunken – und dies bei einer Rekordbeschäftigung von aktuell fast 45 Millionen Menschen. Sie tun dies, weil die übergroße Zahl der Unternehmen fair und leistungsgerecht bezahlt.

Die Lösung kann nur sein, dass die Tarifparteien nicht Höchstbedingungen vereinbaren, sondern einen Rahmen definieren, der im Betrieb ausgestaltet wird. Erst dann wird die Tarifbindung wieder steigen.

Anmerkung:
Zur heute vorgelegten Studie des DGB zur Tarifbindung in Sachsen wird die VSW nach erfolgter wissenschaftlicher Prüfung und Bewertung Stellung nehmen.