PRESSEMITTEILUNG

Arbeitgeberpräsident mahnt zur Besonnenheit bei der Bewältigung der Corona-Pandemie

Zu den Forderungen nach bundeseinheitlichen Verschärfungen bei den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner:

„Seit Monaten hat die Pandemie die Welt im Griff und neben Belastungen des Gesundheitswesens auch massive Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Grundlagen der Staaten. Fakt ist, dass es eine Pandemie ist, die noch nicht mit einem Impfstoff bekämpft werden kann. Und dennoch ist es ebenso Fakt, dass die Betroffenheit sehr unterschiedlich ist. Bei den Maßnahmen zur Sicherung der Gesundheit der Bevölkerung muss daher aufgepasst werden, dass Aktionismus und Hysterie unterbleiben – sowohl in der Politik, als auch in den Medien.

Ich unterstütze deshalb die Position des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer ausdrücklich, die staatlichen Maßnahmen immer wieder und sehr streng auf ihre Angemessenheit hin zu überprüfen. Wenn in den östlichen Bundesländern eine geringere Betroffenheit festzustellen ist, gibt es weder einen Grund noch die Berechtigung für Maßnahmen, die andernorts gegebenenfalls erforderlich sind.

Denn es sind und bleiben Eingriffe in die Freiheit der Bürger und auch in die wirtschaftlichen Prozesse unserer Gesellschaft. Der Sozialstaat – mit einem guten Gesundheitswesen und großzügigen finanziellen Unterstützungen für Vieles – fällt nicht vom Himmel, sondern ist das Ergebnis von Steuerzahlungen von Bürgern und Unternehmen aus ihrer täglich geleisteten Arbeit. Mir scheint, dass das bei manchem Politiker- und Medienbüro – öffentlich finanziert und ohne Alltagssorgen, wie sie gerade tausende kleine Firmen und deren Mitarbeiter belasten – vergessen wird.“