PRESSEMITTEILUNG

Aufhebung der EU-Einreisebeschränkungen wichtiges Signal – Europa ist mehr als Urlaub machen

Zu den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamts zur sächsischen Industrie erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner:

„Die heute veröffentlichten Zahlen zeigen, wie dramatisch die Lage unserer Unternehmen in der Industrie ist. Mit großer Sorge sehen wir vor allem den drastischen Einbruch der Exportzahlen. Gerade der Außenhandel hat in den vergangenen Jahren ganz entscheidend zum Wirtschaftswachstum im Freistaat beigetragen und unseren Wohlstand gesichert. Fast die Hälfte des Umsatzes unserer Unternehmen kommt von Kunden in aller Welt, wobei der Schwerpunkt bei der Industrie liegt.

Deshalb sind die ab heute größtenteils aufgehobenen Einreisebeschränkungen innerhalb der EU ein wichtiges Signal – nicht nur für den Tourismus, sondern für alle Branchen. Damit der weltweite Handel wieder anspringt sind wir auch auf eine Stabilisierung der Lage in den anderen Ländern angewiesen. Nur dann können die stark vernetzten Lieferketten beim Export unserer Produkte genauso wie beim Import von Vorleistungen oder der Montage von Maschinen vor Ort wieder funktionieren. Insofern ist das ein wichtiger Schritt. Gleichwohl braucht es Zuversicht und Vertrauen, damit Kunden gewonnen und es neue Aufträge für unsere Firmen gibt. Jetzt müssen wir vor allem aufpassen, dass der in der Corona-Krise laut gewordene Ruf nach mehr Regionalität nicht dazu führt, dass uns unter dem Deckmantel des Protektionismus Aufträge verloren gehen oder mehr Produktion vor Ort eingefordert wird. Denn dann gibt es weder neue Jobs, noch verdienen wir damit Geld in Sachsen. Wir sind also auch künftig auf eine faire arbeitsteilige Weltwirtschaft angewiesen.“