PRESSEMITTEILUNG

Besonnenheit und Entschlossenheit bei der Sicherung der wirtschaftlichen Grundlage unserer Gesellschaft

Zur aktuellen Lage erklärt der Präsident der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e. V. (VSW) Dr. Jörg Brückner:

"Die Corona-Pandemie stellt uns alle vor unbekannte Herausforderungen. Die Auswirkungen sind in vielen Fällen, erst recht in ihrer Dimension noch gar nicht bekannt. Deshalb geht es jetzt zu allererst um den Schutz der Menschen vor der gesundheitlichen Gefahr. Die Maßnahmen des Staates finden deshalb unsere volle Unterstützung, nicht zuletzt weil es keine anderen akzeptablen Möglichkeiten gibt. Die Unternehmen unterstützen dies vor Ort in hohem Maße. Betriebe sind Orte, wo viele Menschen eng zusammenarbeiten. Nur so gibt es Erfolg. Aber zur Stunde heißt es: Abstand halten, keine größeren Zusammenkünfte, auch wenn es die Kommunikation erschwert.

Zugleich besteht die Aufgabe, die immensen Schäden, die auf die Wirtschaft zulaufen, abzufangen, um die Firmen selbst und die Arbeitsplätze zu schützen. Immer mehr Unternehmen – angefangen bei den Messebauern, gastronomischen Einrichtungen, Hotels und Veranstaltungsfirmen – stehen innerhalb weniger Arbeitstage vor einem rigorosen Umsatzrückgang, bis hin zum vollständigen Umsatzausfall. Dies bedroht jetzt nicht nur einzelne Arbeitsplätze, sondern in der Substanz gesunde Unternehmen, vor allem im Mittelstand.

Wir sind froh, dass es in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolitik gelungen ist, sehr schnell die Kurzarbeit den aktuellen Verhältnissen entsprechend anzupassen. Nach dem Gesetz muss nun sofort und nicht erst in Tagen die noch fehlende Verordnung kommen, damit alle Firmen, die es müssen, die Kurzarbeit umsetzen können. Die angekündigten Finanzhilfen, wie auch Steuerstundungen, sind weitere sehr wichtige Maßnahmen.

Die gelebte Partnerschaft in den allermeisten Betrieben wird dazu beitragen, sehr betriebsnahe und spezifische Lösungen für die Organisation der Arbeit zu finden. Die Berufsverbände unterstützen ihre Unternehmen dabei.

Heute ist noch nicht die Stunde des Wiederaufholens, noch sind wir in der Vollbremsung der Volkswirtschaft. Und dennoch muss unverzüglich damit begonnen werden, Bremsen und Behinderungen beiseite zu räumen, die die schnelle Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität erschweren. Auch dabei geht es um ein pragmatisches Vorgehen mit konkreten Maßnahmen. Wir haben dafür erste Vorschläge an die Politik gerichtet und werden diese zeitnah weiter verfolgen."