PRESSEMITTEILUNG

Betriebliche Ausbildung geht nur mit Betrieben

Zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner:

„Aktuell berichtet die Bundesagentur für Arbeit, dass es noch immer ausreichend freie Ausbildungsplätze in Sachsen gibt - mehr, als nachgefragt werden. Das ist mal eine gute Nachricht. Ich hoffe sehr, dass trotz vieler ernster Sorgen vor allem in den kleinen Unternehmen viele bei der beruflichen Ausbildung bleiben, auch wenn sie zunächst erst einmal nur kostet. Wer dabei auf Hilfe angewiesen ist, der sei auf die Unterstützung der Fachverbände bei der Organisation der Verbundausbildung verwiesen. Der Freistaat Sachsen unterstützt in diesen Fällen richtigerweise mit einem Zuschuss.

Damit es auch in Zukunft ausreichend Ausbildungsplätze gibt, bedarf es gesunder Unternehmen, die Nachwuchs brauchen. Bei langer Kurzarbeit oder gar Stellenabbau ist das nicht der Fall. Deshalb werben wir bei der Politik dafür, bei den Lockerungen ganz vorn die Normalisierung der wirtschaftlichen Abläufe einzubeziehen. Ohne die wirtschaftliche Grundlage funktioniert das gesamte Staatswesen nicht. Die intensiven Bemühungen der Staatsregierung für die volle Wiederaufnahme der Kinderbetreuung und Schulausbildung finden deshalb unsere Unterstützung. Dann können auch die Eltern wieder ihrer Tätigkeit nachgehen.

Die sächsische Wirtschaft bietet in großer Breite und Vielfalt die verschiedensten beruflichen Möglichkeiten im Handwerk, Handel, Industrie oder Gaststätten- und Hotelgewerbe an. Damit dies auch in Zukunft möglich ist, bedarf es einer gut durchdachten Berufsschulnetzplanung, die vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen im gesamten Land – vor allem im ländlichen Raum - die Möglichkeit gibt, Fachkräfte auszubilden und dauerhaft für sich zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine klare Fokussierung auf die betriebsnahen Ausbildungsmöglichkeiten und eine gute Organisation des ÖPNV für die Fahrt zur Berufsschule in der Region. Betriebliche Ausbildung ohne Betriebe geht nicht.“