PRESSEMITTEILUNG

Ein Verlust für Sachsen

Zum Rücktritt von Staatsministerin Brunhild Kurth erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner:

„Mit großem Bedauern nehme ich den Rücktritt von Frau Kurth als Kultusministerin zur Kenntnis und danke ihr sehr herzlich für die vielen, stets offenen Gespräche.

Frau Kurth ist eine sehr erfahrene Fachfrau – angefangen von der Arbeit in der Schule bis zum Ministerium. Sie hat große Verdienste, auch wenn manche das nicht sehen wollen. Die Übernahme des Kultusministeriums erfolgte damals in einer sehr schwierigen Situation. Sie hat das Beste daraus gemacht. Die Verwerfungen sind früher entstanden. Wir kämpfen heute damit, dass auf die verschiedenen Phasen nach 1990 – erst Geburtenknick und nun wieder steigende Kinderzahlen – nicht rechtzeitig reagiert und Strukturen und Personalbedarf angepasst wurden. Es geht auch nicht, dass nach wie vor Hunderte von ausgebildeten Lehrern mit artfremden Aufgaben betraut sind, während gleichzeitig Seiteneinsteiger vor den Klassen stehen.

Die Staatsregierung und den Landtag möchte ich ermuntern, die notwendigen Verbesserungen entschlossen anzugehen und sachlich und ideologiefrei über das Thema zu diskutieren. Am Geld liegt es nicht und die langjährigen nationalen Erfolge bei den Bildungsvergleichen für Sachsen bieten dafür eine gute Grundlage.“