PRESSEMITTEILUNG

Europa muss globale Wettbewerbsfähigkeit stärken – Unterstützung für sächsischen Mittelstand

Anlässlich des morgigen Europatages erklärte die VSW:

„Europa braucht Maßnahmen, die die wirtschaftliche Dynamik steigern. Nur so können wir das bisherige Wohlstandsniveau finanzieren und fortschreiben. Dabei muss die EU den Regionen bessere Voraussetzungen für Investitionen zur Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit eröffnen. Vor diesem Hintergrund begrüßt die VSW, dass der Entwurf zum Mehrjährigen Finanzrahmen der EU für 2021 bis 2027 eine Aufstockung der Forschungsmittel vorsieht. Die Regionalförderung muss genutzt werden, um zuvorderst regionale Investitionen in eine moderne, zukunftsweisende Bildungsinfrastruktur und in Lebenslanges Lernen zu unterstützen. Auch darf es nicht sein, dass Europa beim Ausbau von digitaler und analoger Infrastruktur anderen Regionen hinterherhinkt.

Aufgrund der engen europäischen KMU-Definition werden derzeit viele mittelständische Firmen von Förderprogrammen ausgeschlossen, obwohl sie bei einer stärkeren Unterstützung einen höheren Innovations- und Wachstumsbeitrag leisten könnten. Gleichzeitig sind sie mit ähnlichen Pflichten und Vorschriften wie Großunternehmen belastet, obwohl die organisatorischen Voraussetzungen in mittelgroßen Firmen ab 250 Mitarbeitern bei weitem nicht mit den Möglichkeiten in Großunternehmen gleichzusetzen sind. Damit wirkt die strikte KMU-Definition zunehmend als Wachstumsbarriere für mittelständische Firmen. Deshalb muss die Mittelstandsdefinition umgehend an die reellen Gegebenheiten angepasst und eine bessere Unterstützung von Investitionen in Innovationen ermöglicht werden.

Die Hälfte der sächsischen Exporte - vor allem Investitionsgüter wie Fahrzeuge und Maschinen sowie Teile hierfür - gingen im letzten Jahr in die EU-Länder. Allein seit 2010 haben sich die Ausfuhren Sachsens in die EU um 68 Prozent erhöht. Sachsen profitierte damit wie kaum eine andere Region von der wirtschaftlichen Integration und der Unterstützung aus wirtschaftlich stärkeren Gebieten in den letzten Jahrzehnten. Der Freistaat ist damit auf eine erfolgreiche Weiterentwicklung Europas angewiesen.“