PRESSEMITTEILUNG

Exporte befördern statt mit bürokratischen Vorgaben behindern – Kritik an EU-Entsenderichtlinie

Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner zur Bilanz der Sächsischen Außenwirtschaftswoche 2019:

„Der Freistaat ist ein großer Gewinner der Globalisierung, wie die langfristig wachsenden Exporterfolge sächsischer Unternehmen zeigen. In über 200 Ländern werden Produkte „made in Saxony“ exportiert.

Allerdings helfen gute Exportinitiativen wenig, wenn bspw. die neue EU-Entsenderichtlinie die temporäre Arbeit im Ausland massiv verkompliziert. Lohn- und Sozialdumping einen Riegel vorzuschieben, ist dann richtig, wenn gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Akteure geschaffen werden. Wenn aber Unternehmen bei eintägigen Dienstreisen gezwungen sind, ab dem ersten Einsatztag umfassende Einkommensvergleiche mit dem Tarif- und Entlohnungssystem des Ziellandes durchzuführen und Nachweise in der jeweiligen Landessprache mitzugeben, schadet das dem europäischen Binnenmarkt enorm und stellt gerade den Mittelstand vor große Hürden im Auslandsgeschäft.

Die Richtlinie ist daher dringend nachzubessern, wobei ein europaweiter Flickenteppich aus unterschiedlichen nationalstaatlichen Umsetzungen verhindert werden muss. Der Brexit und eine weit um sich greifende EU-Skepsis zeigen eindringlich, welche gefährlichen Trends eine als absurd empfundene EU-Bürokratie auslösen könnte.“

Weitergehende Informationen finden Sie im VSW.kompakt: Wachstumsmotor Export gerät ins Stocken – Technologieexporte befördern statt planwirtschaftlicher Vorgaben