PRESSEMITTEILUNG

Exportmotor nicht durch Regulierung drosseln

Daten, Zahlen und Fakten zur Sächsischen Außenhandelswoche 2018:

Die Exportstruktur der sächsischen Metall- und Elektroindustrie als wichtigster Exportbranche wird stark durch den Bereich Automotive (knapp 59 Prozent) dominiert. Mit deutlichem Abstand folgen die Bereiche Maschinenbau (knapp 16 Prozent) und Elektronik (knapp 12 Prozent). Dabei haben sich die Ausfuhren von Automotive-Produkten im Zeitraum 2010 bis 2017 mehr als verdoppelt. Eine starke dynamische Entwicklung gab es aber auch in den Bereichen Elektrotechnik (78 Prozent), Metallerzeugnisse (63 Prozent) und Elektronik (52 Prozent). Regional gesehen liegt der Fokus mit fast der Hälfte der sächsischen M+E-Produkte in den EU28-Ländern. Immerhin ein knappes Drittel der Exporte geht nach Asien. Die TOP3-Zielländer mit einem starken Wachstum sind auch hier China (168 Prozent), die USA (138 Prozent) und Großbritannien (138 Prozent).

„Die sächsische M+E-Industrie ist der Exportmotor im Freistaat. Das hat sowohl positive Auswirkungen auf die Beschäftigung als auch auf die gesamte sächsische Wirtschaft. So nahm die Anzahl der M+E-Beschäftigten seit 2010 um mehr als 30.000 auf jetzt rund 183.000 zu. Die Industrie insgesamt verzeichnete ein Wachstum von 16 Prozent auf 279.000 Beschäftigte.

„Auch deshalb löst jede Diskussion über neue Handelsbarrieren, wie Zölle oder Einfuhrquoten und -beschränkungen, Besorgnis und Verunsicherung bei den Unternehmen aus. Zuletzt waren bereits die Exportpläne der sächsischen Industrie negativ, was die Verunsicherung allein durch Debatten widerspiegelt. Protektionistische Maßnahmen schaden auf Dauer allen Beteiligten. Als Gewinner der wachsenden Weltwirtschaft müssen wir uns für offene Märkte einsetzen“, erklärte die VSW.

Anlage: Entwicklung der Exporte in der sächsischen M+E-Industrie (Struktur, Entwicklung, Regionen)