PRESSEMITTEILUNG

Investitionen in Zukunft des ländlichen Mittelstands unterstützen

„Die sächsische Wirtschaft begrüßt das geplante Förderprogramm „Regionales Wachstum“, das mit dem neuen Doppelhaushalt eingeführt werden soll. Es sieht eine investive Förderung mittelständischer Unternehmen vor, um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit im ländlichen Raum zu sichern.

Aus unserer Sicht sollte die Förderung technologie- und branchenoffen gestaltet werden, sich auf Investitionen kleiner Unternehmen in den Landkreisen beschränken und ein einfaches und transparentes Förderverfahren angestrebt werden. In diesem Zusammenhang bekräftigen wir erneut unsere Forderung, für die Finanzierung des Programms künftig auch EFRE-Mittel einzusetzen.

In den letzten Jahren haben sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt zwar insgesamt positiv entwickelt. Allerdings nahm die Differenzierung zwischen städtischen und ländlichen Gebieten zu. Auf diese zum Teil starke unterschiedliche regionale Entwicklung muss der Freistaat reagieren, um die Abwärtsspirale aus sinkender Attraktivität, abnehmender Bevölkerung und schwierigerer Fachkräftegewinnung auf dem Land zu stoppen. Dafür kann das geplante Förderprogramm eine sinnvolle Maßnahme sein. Dabei sollte sich die Förderung angesichts der veränderten Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt stärker auf Arbeitsplatz- und Standortsicherung konzentrieren. Zudem ist eine Öffnung der Förderung auf Vorhaben zur Modernisierung von bestehenden Firmenstandorten empfehlenswert.

Darüber hinaus braucht es aber auch gezielte Investitionen in die Infrastruktur sowie die Standort- und Lebensqualität des ländlichen Raums. Die VSW sieht hier das Potential, über die geplante Förderung des regionalen Wachstums die unternehmerische Basis - bedarfsgerechtes Angebot an lokalen Dienstleistungen und Handelseinrichtungen - und damit Wirtschaftskraft aber auch Lebensqualität im ländlichen Raum zu sichern.

Mittel- und langfristig sind weitere effektive staatliche Maßnahmen zur flächendeckenden Sicherung und Optimierung der infrastrukturellen Voraussetzungen (Straße/Schiene, Breitband, Schulen, Gesundheitswesen, öffentliche Einrichtungen) notwendig, um vergleichbare und zukunftsfähige Standort- und Wettbewerbsbedingungen im ländlichen Raum zu erreichen“, erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner.

Weitergehende Informationen: VSW-Stellungnahme Förderung „Regionales Wachstum“