PRESSEMITTEILUNG

Niedrige Pro-Kopf-Investitionen in Sachsen alarmierend

Anlässlich der morgigen Veröffentlichung des Statistischen Landesamts Sachsen zu den Investitionen der Industrie 2018 erklärte die VSW:

„Zuletzt stagnierte der Aufholprozess an die westlichen Bundesländer. Die Ursachen dafür sind bekannt: die kleinteiligere Firmenstruktur und daraus resultierende, größenbedingte Defizite bei Forschung und Entwicklung sowie der Internationalisierung. Umso alarmierender ist die unverändert schwache Investitionsneigung in Sachsen einzuschätzen. So sanken die Investitionen in Sachanlagen in der Industrie je Beschäftigten seit 2011 um fast die Hälfte, während bundesweit im gleichen Zeitraum ein Anstieg von 12 Prozent zu verzeichnen war. Damit liegt Sachsen seit 2015 dauerhaft unter dem deutschen Durchschnitt und eine Trendumkehr ist nicht erkennbar. Dabei bräuchte der Freistaat eigentlich höhere Pro-Kopf-Investitionen, damit sich der erfolgreiche Aufholprozess fortsetzen kann.

Dabei fällt auf, dass in den letzten Jahren vor allem im sächsischen Mittelstand weniger als bundesweit investiert wurde. Dieser ist besonders von einer überbordenden Regulierung und Bürokratie, einer wachsenden Steuer- und Abgabenbelastung, steigenden Energiekosten sowie Infrastrukturdefiziten im ländlichen Raum als den wichtigsten derzeitigen Investitionshemmnissen betroffen.

Damit die Unternehmen wieder mehr investieren, müssen die Rahmenbedingungen deutlich verbessert werden. Dazu gehören neben einer Entlastung bei Bürokratie, Steuern und Abgaben wettbewerbsfähige Energiekosten und eine leistungsfähige Infrastruktur. Völlig kontraproduktiv ist in diesem Zusammenhang der Stopp der Technologieprojektförderung für Unternehmen zum Jahresende 2019 wegen vermeintlicher Mittelknappheit. Die sächsische Wirtschaft fordert deshalb mit Nachdruck, dass dieses Instrument fortgesetzt wird.

Anlage: Investitionsintensität in der Industrie