PRESSEMITTEILUNG

Rückläufige Konjunktur lässt Beschäftigungsaufbau in der M+E-Industrie stocken

Anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen erklärte die VSW:

„Die rückläufige Konjunktur und der Strukturwandel in der Automobilindustrie belasten zunehmend die bisher gute Entwicklung am sächsischen Arbeitsmarkt. So stockt der Beschäftigungsaufbau im größten sächsischen Industriezweig, der Metall- und Elektroindustrie (M+E), erstmals seit 2009. Gleichzeitig sind hier deutliche Rückgänge bei der Zeitarbeit zu verzeichnen und die Kurzarbeit steigt von niedrigem Niveau an. Trotz der zunehmenden Schwierigkeiten sind die Stammbelegschaften erfreulicherweise noch stabil, da die Unternehmen alles tun, um ihre Fachkräfte an Bord zu halten.

Die Entwicklung sehen wir mit Sorge, da die M+E-Industrie als Schlüsselbranche ein wichtiger Indikator für die anderen Branchen ist und gleichzeitig die Herausforderungen für den Standort unverändert groß sind. Weltweit haben wir mit die höchsten Arbeitskosten, dazu stetig steigende Strom- und Energiekosten. Spürbare Entlastungen, Flexibilität am Arbeitsmarkt und ein deutlicher Bürokratieabbau und die schnelle Beseitigung von Infrastrukturdefiziten sind aber weiterhin Fehlanzeige. Hier besteht unverändert Handlungsbedarf. Die Unternehmen brauchen struktur-, arbeitsmarkt- und finanzpolitische Begleitmaßnahmen, um diese Transformation zu bewältigen und sich gleichzeitig im globalen Wettbewerb zu behaupten.“