PRESSEMITTEILUNG

Sachsens Schüler brauchen anerkannte und gleichberechtigte Abschlüsse für ihre berufliche Zukunft

Zur aktuellen Diskussion um Abschlussprüfungen erklärt der Präsident der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e. V. (VSW) Dr. Jörg Brückner:

"Die Corona-Pandemie stellt auch Sachsens Schüler, die in wenigen Wochen ihre Abschlussprüfungen absolvieren sollten, vor eine große Herausforderung. Aus Sicht der sächsischen Wirtschaft bedarf es auch hier eines besonnenen und weniger aktionistischen Agierens der politisch Verantwortlichen. Im Vordergrund müssen die künftigen beruflichen Chancen und Perspektiven der Schüler stehen, deren Abschluss ebenso bundesweit und international anerkannt und gleichberechtigt sein muss, wie der anderer Jahrgänge. Ein vollständiger Verzicht auf Abschlussprüfungen wäre daher falsch. Derartige Notabschlüsse helfen in dieser Situation keinem – am wenigsten den Schülern selbst, zumal Schulabschlüsse ein Leben lang gelten – weit über die aktuelle Krisensituation hinaus.

Wir unterstützen daher ausdrücklich die Bemühungen im Rahmen der Kultusministerkonferenz, die eine grundsätzliche sowie einheitliche Lösung unter den Ländern abstimmen möchte. Das Vertrauen der Bürger und Schüler in den Bildungsföderalismus darf dabei keinen Schaden nehmen.

Aktuell stehen die Anstrengungen zur Eindämmung des Virus und die Gesundheit aller im Mittelpunkt der Betrachtung. Dennoch appellieren wir an die Politik, alle Möglichkeiten für eine Verschiebung der Abschlussprüfungen – wenn notwendig auch bis zum Spätsommer 2020 – voll auszuschöpfen. Eine konzertierte Abstimmung aller Akteure wird dabei notwendig sein, gegebenenfalls auch ein späterer Beginn von Ausbildung und Studium in diesem Jahr."