PRESSEMITTEILUNG

Schneckentempo bei Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz - Leipzig bleibt inakzeptabel

Zu aktuellen Meldungen zum Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner:

„Es ist und bleibt inakzeptabel, in welchem Schneckentempo der Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz – Leipzig vorangeht. Dieses Projekt ist das traurige Beispiel dafür, wie sehr uns Bürokratie und überlange Planungs- und Genehmigungsverfahren lähmen und unserer Wirtschaft und dem Standort insgesamt schaden.

Wenn nach derzeitigem Stand frühestens 2025 mit dem Bau begonnen werden soll, ist das für Südwestsachsen als industriellem Herz des Freistaats ein klarer Standortnachteil, der sich in Zeiten der Corona-Krise weiter verschärfen wird. Unser Land benötigt weitere Investitionen – sowohl von inländischen Unternehmen, aber auch von Investoren, die noch gewonnen werden müssen. Und da ist eine fehlende Schienenfernverkehrsanbindung ein klarer Mangel. Wir fordern deshalb weiterhin eine zeitlich spürbare Straffung dieses Projektes, wie es das Bundeskabinett Ende letzten Jahres mit der Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren im Verkehrsbereich auch beschlossen hat.

Eine Schnecke kommt schneller von Chemnitz nach Leipzig, als der moderne Fernverkehr. Die Deutsche Bahn gehört dem Bund, die Infrastruktur auch. Also muss der Bund endlich handeln.“