PRESSEMITTEILUNG

Schnellere Genehmigungen und verbesserte Infrastruktur für Durchführung von Schwerlasttransporten notwendig

Anlässlich des Treffens von VSW- und Unternehmensvertretern mit dem Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, Steffen Bilger, in Berlin erklärte die VSW:

„Funktionierende Großraum- und Schwerlasttransporte sind unerlässlich für das Funktionieren unserer Wirtschaft. Die Verdopplung der Antragszahlen im Online-Portal VEMAGS von 225.000 im Jahr 2010 auf 505.000 im Jahr 2017 untermauert ihre Relevanz. Unsere Kunden erwarten nicht nur Qualität bei den Produkten, sondern auch bei der Abwicklung der Lieferungen. Allerdings wird es immer mehr zur Zitterpartie, ob solche Transporte von A nach B termingerecht durchgeführt werden können. Verzögerungen in Genehmigungsverfahren führen vor allem bei Exporten, die zuletzt der Wachstumstreiber unserer Wirtschaft waren, zu einem Wettbewerbsnachteil gegenüber ausländischen Anbietern.

Über die anhaltenden Schwierigkeiten hatten wir die Verkehrsminister der Länder im Rahmen einer Verbändeinitiative bereits im vergangenen Jahr informiert. Aus unserer Sicht müssen Genehmigungen für Großraum- und Schwerlasttransporte deutlich schneller erteilt werden als bisher. Im vergangenen Jahr betrug die durchschnittliche Bearbeitungszeit 5 bis 6 Wochen, wobei Verkehrsbehörden einzelner Bundesländer noch deutlich mehr Zeit benötigen. Für eine schnellere Genehmigung sind bürokratische Hürden zu reduzieren. Ziel muss ein automatisiertes Genehmigungsverfahren sein.

Neben dem beschleunigten Genehmigungsverfahren sind deutlich mehr Investitionen in die Infrastruktur notwendig, insbesondere in die Ertüchtigung maroder Brücken. Deren eingeschränkte Belastbarkeit stellt eine wesentliche Hürde dar. Wir brauchen zudem eine bessere Zusammenarbeit der Bundesländer, die mittels Datenaustausch Transparenz über Verkehrsbehinderungen und Baustellen herstellen. Darüber hinaus bedarf es einer Ausweitung und Flexibilisierung der Transportzeiten sowie die flexible Begleitung der Transporte durch Beliehene und Verwaltungshelfer, um damit auch die Polizei zu entlasten.

Weitergehende Informationen finden Sie im Forderungskatalog für eine bessere Durchführung von Großraum- und Schwertransporten (GST)