PRESSEMITTEILUNG

Traditionsreiche M+E-Industrie bleibt Sachsens Exportschwerpunkt – Warnung vor Überforderung der Branchen

Daten, Zahlen und Fakten zur Sächsischen Außenhandelswoche 2019:

Bei der Exportstruktur bleibt der industriellen Tradition Sachsens folgend der Exportschwerpunkt in der Metall- und Elektroindustrie. 30,6 Mrd. EUR bzw. drei Viertel der sächsischen Exporte sind dieser Branche zuzurechnen. Innerhalb der M+E-Industrie dominieren wiederum die Bereiche Automotive (42 Prozent), während Elektronik und Elektrotechnik (14 Prozent) sowie Maschinenbau (13 Prozent) mit deutlichem Abstand folgen.

Allerdings konnte das Wachstum in den anderen Einzelbranchen den Rückgang im Automobilbereich (-10 Prozent) im vergangenen Jahr nicht kompensieren, so dass die Gesamtexporte um 2 Prozent zurückgingen. Dabei waren die Automobilexporte in die USA und das Vereinigte Königreich besonders stark rückläufig. Für weitere Unsicherheiten sorgen zudem die ambitionierten Zielvorgaben der EU, den CO2-Ausstoß bis 2030 bei Neuwagen um 37,5 Prozent gegenüber 2021 zu reduzieren, was vor allem deutsche Automobilstandorte, die auf Premiumfahrzeuge ausgerichtet sind, belasten wird.

„Es ist weder dem Klima noch den Arbeitsplätzen vor Ort geholfen, wenn deutsche Firmen trotz einer hocheffizienten Produktion aufgrund unrealistischer Vorgaben, politisch motivierter Technologiesteuerung und einer aus dem Ruder gelaufenen Energiewende gegenüber Wettbewerbern mit deutlich geringeren Umweltauflagen ins Hintertreffen geraten oder Standorte in andere Länder abwandern müssen. Die aktuelle Entwicklung im Automobilbau zeigt, dass Teile der Politik und Gesellschaft an den Ästen sägen, die im erheblichen Maße den Wohlstand im Land tragen. Eine Fortsetzung dieses Kurses hätte vor allem auch für Sachsen dramatische Auswirkungen. Stattdessen wäre es wichtig auf Technologieexport zu setzen, um dort, wo weltweit die größten Ineffizienzen bestehen, modernste Umwelttechnik zum Einsatz zu bringen. Dies würde sowohl dem Klimaschutz effektiv helfen als auch die wohlstandsfördernde, internationale Arbeitsteilung weiter vertiefen“, erklärte die VSW.

Anlage: Exportstruktur Sachsen nach Branchen 2018