PRESSEMITTEILUNG

VSW begrüßt Ausbau der Berufs- und Studienorientierung

Zur heutigen Regierungserklärung von Ministerpräsident Michael Kretschmer erklärte die VSW:

„Die geplante „Qualitätsoffensive für Kitas“ und die Verbesserung der frühkindlichen Bildung ist der richtige Schritt, um unser gutes Bildungssystem weiter zu verbessern. Die Qualität des gesamten Bildungssystems hängt entscheidend von der Qualität der frühkindlichen Bildung ab, wie internationale Studien zeigen. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder bereits vor Schulbeginn Bildung gezielt lernen und systematisch gefördert werden. Das erhöht zudem die Chancen- und Bildungsgerechtigkeit. Dabei erfordert die Neujustierung des Kindergartens eine entsprechende Ausrichtung der Ausbildung des Kindergartenpersonals.

Auch der angekündigte Ausbau der Berufs- und Studienorientierung und die Ausweitung an Gymnasien sind ausdrücklich zu begrüßen. Fachkräftesicherung ist zu einer entscheidenden Standortfrage geworden. Hier steht die sächsische Wirtschaft als Partner zur Verfügung, um einen systematisch strukturierten Berufs- und Studienorientierungsprozess mit großer Praxisnähe zu gestalten, die die Motivation bei den Schülern steigert und regionale und wirtschaftliche Bedürfnisse berücksichtigt.

Bei der beabsichtigten Digitalisierung der Schulen sollte Sachsen die Mittel aus dem angekündigten Digital-Pakt des Bundes nur als Anschubfinanzierung verstehen. Für eine hochmoderne schulische Infrastruktur ist eine dauerhafte Finanzierung und kontinuierliche Weiterentwicklung zu gewährleisten. Die Chancen von moderner Hardware, Lernsoftware sowie internetbasierter Dienste und Lernplattformen müssen intensiver genutzt werden, um die Rahmenbedingungen an den Schulen zu verbessern, die Schüler besser auf die künftigen Anforderungen bei Ausbildung, Studium und Beruf vorzubereiten sowie die Schulbildung trotz wachsender struktureller Herausforderungen effizienter und effektiver zu machen.

Es ist richtig, dass der Freistaat den Druck auf den Bund bei der Umsetzung wichtiger Schienen-Projekte aufrechterhält. Das gilt vor allem für die Fernverkehrsanbindung Südwestsachsens, des industriellen Zentrums Sachsens. Hier sind konsequent die notwendigen weiteren Schritte zur Umsetzung einzufordern. Die Bürger werden die Glaubwürdigkeit der Politik daran messen, ob das Vorhaben in absehbarer Zeit realisiert wird. Nach wie vor sind die Zeithorizonte für Verkehrskonzepte in Deutschland – auch im internationalen Maßstab – indiskutabel und bringen den Unternehmen im aktuellen Standortwettbewerb keinerlei Vorteile.“