PRESSEMITTEILUNG

Zukunft der Automobilindustrie: Technologieoffenheit muss Richtschnur politischen Handelns sein – Belastungsmoratorium gefordert

Anlässlich des heutigen Spitzentreffens der Automobilindustrie mit Bundeskanzlerin Merkel erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner:

„Die Automobil- und Automobilzulieferindustrie steht gleichzeitig vor mehreren großen Herausforderungen – die Entwicklung neuer Antriebstechnologien, die Digitalisierung, die Entstehung neuer Geschäftsmodelle und neuer Verkehrskonzepte sowie ein harter, globaler Wettbewerb. Angesichts der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Branche für den Freistaat könnten die Auswirkungen gravierend sein. Schließlich ist dieser Industriebereich mit über 800 Betrieben und 105.000 Beschäftigten systemrelevant. Damit ist fast jeder dritte sächsische Industriearbeitsplatz von der Automobilproduktion direkt oder indirekt abhängig.

Deshalb ist es für den Freistaat, seine Unternehmen und Beschäftigten auch von besonderer Bedeutung, dass bei solchen Spitzentreffen die richtigen Weichen gestellt werden. Natürlich müssen die Unternehmen ihre Hausaufgaben machen. Dabei muss die Autoindustrie ihre Ziele aber technologieoffen erreichen können. Technologieoffenheit muss Richtschnur für alle politischen Entscheidungen bleiben, um Mobilität und Klima- und Umweltschutz zusammenzubringen. Denn längst ist noch nicht klar, welche Technologie sich durchsetzen wird und vor allem auch die Kunden langfristig überzeugt.

Es ist Aufgabe der Politik, geeignete und verlässliche Rahmenbedingungen dafür zu setzen. Dazu gehören neben wettbewerbsfähigen Energiekosten, eine leistungsfähige Infrastruktur, die Unterstützung der Zusammenarbeit von Unternehmen und Wissenschaft sowie ein innovationsfreundlicher Rechtsrahmen.

Das gemeinsame Ziel muss es sein, die Innovations- und Technologieführerschaft Deutschlands zu sichern und so Arbeitsplätze und Wohlstand für die Zukunft zu erhalten. Dafür fordern wir vom Staat ein Belastungsmoratorium und nicht ständige weitere Belastungen zu Lasten der Wirtschaft. Mit der Zukunft der Industrie steht zu viel auf dem Spiel.“