VSW.Kompakt

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Fakten zur Teilzeitdebatte

[30.05.18] Sachsens Arbeitsmarkt ist aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage unverändert in erfreulicher Verfassung. Flexible Beschäftigungsformen, wie bspw. Teilzeit, haben dazu mit beigetragen. Die dabei häufig zu hörende Behauptung, Teilzeitbeschäftigung würde Vollzeitbeschäftigung verdrängen, ist hingegen unzutreffend. Vollzeitbeschäftigung ist in Sachsen in der Privatwirtschaft die Regel.

Insgesamt arbeiten mit einem Anteil von 70 Prozent die meisten SV-Beschäftigten im Freistaat in Vollzeit. Dabei gibt es sehr große Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen. Während der Anteil an Vollzeitstellen in fast allen Bereichen der privaten Wirtschaft über dem sächsischen Durchschnitt liegt, befinden sich die von der öffentlichen Hand dominierten Wirtschaftszweige deutlich darunter. Bspw. arbeitet in der Industrie nicht einmal jeder zehnte Beschäftigte in Teilzeit. Dagegen trifft dies im Bereich Schulen & Hochschulen auf fast jeden zweiten zu. An der Spitze der Vollzeitbeschäftigung befindet sich die M+E-Industrie mit 94 Prozent.

VSW.kompakt: Fakten zur Teilzeitdebatte


Positive konjunkturelle Entwicklung darf nicht über wirtschaftspolitische Aufgaben hinwegtäuschen

[28.03.18] „Trotz insgesamt positiver Entwicklung war Sachsens Wirtschaftswachstum zuletzt unterdurchschnittlich, wodurch der Abstand bei der Wirtschaftskraft nicht reduziert werden konnte. Ein erfolgreicher Aufholprozess setzt eine überdurchschnittliche Investitionstätigkeit voraus. Umso alarmierender ist die rückläufige Investitionsneigung einzuschätzen. Dabei fällt auf, dass vor allem im sächsischen Mittelstand aktuell weniger als bundesweit investiert wird. Dieser ist besonders von einer überbordenden Regulierung, einer trotz steigender Arbeitskosten schwierigeren Rekrutierung von Fachkräften sowie Infrastrukturdefiziten im ländlichen Raum als den wichtigsten derzeitigen Investitionshemmnissen betroffen.

Aber auch in Sachsen bleiben die industriepolitischen Maßnahmen zur Unterstützung des Größenwachstums unzureichend. Exemplarisch hierfür ist die geplante Reduzierung der investiven KMU-Förderung aus EU-Mitteln um fast 90 Mio. Euro für die kommenden Jahre. Um die an sich wichtige Strukturfondsförderung nicht an den falschen Stellen versanden zu lassen, wäre die Unterstützung von Investitionen, Innovationen und Digitalisierung im Mittelstand zielgerichtet auszubauen.

VSW.kompakt: Positive konjunkturelle Entwicklung darf nicht über wirtschaftspolitische Aufgaben hinwegtäuschen


Sorgen um globale Finanzstabilität und künftige Wettbewerbsfähigkeit überschatten gute konjunkturelle Lage

[21.12.17] Die sächsische Wirtschaft kann für das zu Ende gehende Jahr eine positive Bilanz ziehen. Im Laufe des Jahres hat der Konjunkturmotor wieder angezogen, was so nicht absehbar war. Der Export lief gut. Unsere Produkte und Dienstleistungen sind mittlerweile in über 150 Ländern gefragt und wir konnten unsere Ausfuhren in 17 der 20 wichtigsten Exportländer erneut steigern. Der schwache Euro und der niedrige Ölpreis haben dabei geholfen.

Damit es beständig gut weitergehen kann, bedarf es besserer Rahmenbedingungen. Die rückläufigen Investitionen in der Industrie seit 2011 zeigen die Zurückhaltung für Entscheidungen in Sachsen, wo wir eigentlich eine breite Beschleunigung bräuchten, vor allem beim Größenwachstum im industriellen Mittelstand. Zu den wichtigsten Investitionshemmnissen zählen neben weit überdurchschnittlichen Standortkosten derzeit vor allem ausufernde Bürokratie- und Regulierungsbestimmungen. Und auch die Standorte von Großunternehmen müssen immer wieder im globalen Standortwettbewerb ihren Platz erkämpfen.


Sachsens Arbeitsmarkt in guter Verfassung – Flexibilität sichert erfolgreiche Entwicklung

[29.09.17] Die positive Entwicklung des Arbeitsmarkts in Sachsen wird getragen von einer hohen Einstellungsbereitschaft der Unternehmen und abgesichert durch flexible Arbeitsmarktinstrumente, wie Zeitarbeit und Befristungen. In Zeiten globaler Unsicherheiten und technologischer Umbrüche brauchen Unternehmen diese Flexibilität, um mit immer kürzeren Marktschwankungen klar zu kommen.

Deshalb weist die sächsische Wirtschaft auch die Kritik daran strikt zurück. Neue Regulierungen würden vor allem zu zusätzlichen bürokratischen Lasten führen und die Unternehmen unflexibler machen, während sich die öffentliche Hand mit Verweis auf haushalterische Anforderungen ihrer Verantwortung entzieht. Deshalb sind die politischen Entscheidungsträger mit derartigen Forderungen, aufgefordert, zunächst in ihren Verantwortungsbereichen für die Arbeitsbedingungen zu sorgen, die sie in den Unternehmen immer verlangen.


Netzentgelte - gleicher Nutzen, ungleiche Verteilung

Durchschnittliche Übertragungsnetzentgelte

[10.03.17] Die Netznutzungsentgelte sind inzwischen – neben der nach alljährlichen Rekorden strebenden EEG-Umlage – ein wesentlicher Treiber der Stromkosten. Infolgedessen liegen die Stromkosten für ein mittleres Industrieunternehmen in Deutschland ca. 29 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Zudem zahlen dessen Wettbewerber in Frankreich nur ca. 70 Prozent und in den USA gar knapp die Hälfte des Strompreises. Daraus resultiert ein erheblicher Wettbewerbsnachteil für den Wirtschafts- und Industriestandort Sachsen.

Daher fordert die VSW, die Finanzierung der Stromnetze - wie von der Bundesregierung ursprünglich beabsichtigt - noch in dieser Legislaturperiode neu auszugestalten und dabei Kosteneffizienz und -gerechtigkeit herzustellen.


Klimaschutz muss fairen Standortwettbewerb ermöglichen

[02.12.16] Die sächsische Wirtschaft setzt sich für eine ganzheitliche und effiziente Klimaschutzstrategie ein, die ökologische Belange mit ökonomischer Vernunft verbindet. Nur so ist es möglich, eine ausgewogene Transformation unseres Energiesystems sicherzustellen, bei der die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Wirtschafts- und Industriestandortes gesichert bleibt.

Dabei kann der Weg zur Treibhausgasneutralität nur im globalen Kontext gelingen - alles andere führt zum Stillstand. Umso wichtiger ist, die Rolle Deutschlands richtig einzuordnen:
1. Deutschland verursacht lediglich ein Zehntel der CO2-Emissionen Chinas,
2. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) untergräbt den Europäischen Emissionshandel,
3. Industrie- und klimapolitische Ziele stehen nicht im Einklang,
4. Non-ETS-Sektoren müssen besondere Beachtung erhalten.


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