VSW.Kompakt

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Sorgen um globale Finanzstabilität und künftige Wettbewerbsfähigkeit überschatten gute konjunkturelle Lage

[21.12.17] Die sächsische Wirtschaft kann für das zu Ende gehende Jahr eine positive Bilanz ziehen. Im Laufe des Jahres hat der Konjunkturmotor wieder angezogen, was so nicht absehbar war. Der Export lief gut. Unsere Produkte und Dienstleistungen sind mittlerweile in über 150 Ländern gefragt und wir konnten unsere Ausfuhren in 17 der 20 wichtigsten Exportländer erneut steigern. Der schwache Euro und der niedrige Ölpreis haben dabei geholfen.

Damit es beständig gut weitergehen kann, bedarf es besserer Rahmenbedingungen. Die rückläufigen Investitionen in der Industrie seit 2011 zeigen die Zurückhaltung für Entscheidungen in Sachsen, wo wir eigentlich eine breite Beschleunigung bräuchten, vor allem beim Größenwachstum im industriellen Mittelstand. Zu den wichtigsten Investitionshemmnissen zählen neben weit überdurchschnittlichen Standortkosten derzeit vor allem ausufernde Bürokratie- und Regulierungsbestimmungen. Und auch die Standorte von Großunternehmen müssen immer wieder im globalen Standortwettbewerb ihren Platz erkämpfen.


Sachsens Arbeitsmarkt in guter Verfassung – Flexibilität sichert erfolgreiche Entwicklung

[29.09.17] Die positive Entwicklung des Arbeitsmarkts in Sachsen wird getragen von einer hohen Einstellungsbereitschaft der Unternehmen und abgesichert durch flexible Arbeitsmarktinstrumente, wie Zeitarbeit und Befristungen. In Zeiten globaler Unsicherheiten und technologischer Umbrüche brauchen Unternehmen diese Flexibilität, um mit immer kürzeren Marktschwankungen klar zu kommen.

Deshalb weist die sächsische Wirtschaft auch die Kritik daran strikt zurück. Neue Regulierungen würden vor allem zu zusätzlichen bürokratischen Lasten führen und die Unternehmen unflexibler machen, während sich die öffentliche Hand mit Verweis auf haushalterische Anforderungen ihrer Verantwortung entzieht. Deshalb sind die politischen Entscheidungsträger mit derartigen Forderungen, aufgefordert, zunächst in ihren Verantwortungsbereichen für die Arbeitsbedingungen zu sorgen, die sie in den Unternehmen immer verlangen.


Netzentgelte - gleicher Nutzen, ungleiche Verteilung

Durchschnittliche Übertragungsnetzentgelte

[10.03.17] Die Netznutzungsentgelte sind inzwischen – neben der nach alljährlichen Rekorden strebenden EEG-Umlage – ein wesentlicher Treiber der Stromkosten. Infolgedessen liegen die Stromkosten für ein mittleres Industrieunternehmen in Deutschland ca. 29 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Zudem zahlen dessen Wettbewerber in Frankreich nur ca. 70 Prozent und in den USA gar knapp die Hälfte des Strompreises. Daraus resultiert ein erheblicher Wettbewerbsnachteil für den Wirtschafts- und Industriestandort Sachsen.

Daher fordert die VSW, die Finanzierung der Stromnetze - wie von der Bundesregierung ursprünglich beabsichtigt - noch in dieser Legislaturperiode neu auszugestalten und dabei Kosteneffizienz und -gerechtigkeit herzustellen.


Klimaschutz muss fairen Standortwettbewerb ermöglichen

[02.12.16] Die sächsische Wirtschaft setzt sich für eine ganzheitliche und effiziente Klimaschutzstrategie ein, die ökologische Belange mit ökonomischer Vernunft verbindet. Nur so ist es möglich, eine ausgewogene Transformation unseres Energiesystems sicherzustellen, bei der die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Wirtschafts- und Industriestandortes gesichert bleibt.

Dabei kann der Weg zur Treibhausgasneutralität nur im globalen Kontext gelingen - alles andere führt zum Stillstand. Umso wichtiger ist, die Rolle Deutschlands richtig einzuordnen:
1. Deutschland verursacht lediglich ein Zehntel der CO2-Emissionen Chinas,
2. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) untergräbt den Europäischen Emissionshandel,
3. Industrie- und klimapolitische Ziele stehen nicht im Einklang,
4. Non-ETS-Sektoren müssen besondere Beachtung erhalten.


Investitionshemmnisse abbauen – Standort zukunftsfest machen

[22.06.16] Jede Investition in Sachsen ist erfreulich – ob von Außerhalb oder von bereits im Freistaat ansässigen Unternehmen. Besorgniserregend ist allerdings, dass sich die Investitionstätigkeit der sächsischen Industrie, die wesentlicher Träger der positiven Wirtschaftsentwicklung in den letzten Jahren war, seit 2011 kontinuierlich verringert.

Neben weltwirtschaftlichen Unsicherheiten ist es zunehmend eine kontinuierliche Verschlechterung der Standortbedingungen die die Investitionstätigkeit hemmt. Beispielhaft genannt seien die hohen und nach wie vor unkalkulierbaren Kostensteigerungen infolge der Energiewende, die Re-Regulierung des Arbeitsmarktes oder Eingriffe in die Tarifautonomie wie der Mindestlohn. Die negativen Folgen werden inzwischen auch von ersten internationalen Studien belegt. Die Unternehmen müssen bei Investitionen und Innovationen unterstützt werden. Dazu braucht es verbesserte Rahmenbedingungen, um die sich die Politik kümmern muss.


Großbaustelle Energiewende: Fehlende Effizienz und Ganz­heit­lich­keit ver­hin­dern weiteren Fortschritt

[15.06.16] Deutschlands ambitionierte Energie- und Klimaziele suchen vergeblich ihres Gleichen. Insbesondere der Versuch, aus Atom- und Kohlestrom innerhalb weniger Jahrzehnte auszusteigen, macht unsere Energiewende unter den Industriestaaten einmalig. Das bleibt jedoch nicht ohne Folgen. Die selbst ernannte Vorreiterrolle ist teuer bezahlt. Bürger und Unternehmen sitzen dabei in einem Boot. Die Preisspirale ist das Ergebnis fehlender Kosteneffizienz, Ganzheitlichkeit und Marktwirtschaft.

 


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